Johannes Maciejonczyk

Johannes Maciejonczyk aus Burgebrach. Ehemaliger Bürgermeister und jetzt Landrat von Bamberg

Johannes Maciejonczyk ist seit dem 1. Mai 2026 Landrat des Landkreises Bamberg. Der CSU-Politiker war zuvor zwölf Jahre lang Erster Bürgermeister des Marktes Burgebrach und seit 2020 weiterer stellvertretender Landrat des Landkreises Bamberg. In der Landratswahl am 8. März 2026 setzte er sich bereits im ersten Wahlgang mit 58,4 Prozent der Stimmen durch.

Persönliches und beruflicher Hintergrund

Johannes Maciejonczyk wurde am 27. Mai 1982 geboren. Er ist verheiratet und Vater von drei Kindern. Vor seiner kommunalpolitischen Laufbahn arbeitete er in der bayerischen Justiz. Von 1999 bis 2001 absolvierte er eine Ausbildung zum Justizfachwirt bei der Bayerischen Justiz. Danach war er am Amtsgericht Bamberg und am Oberlandesgericht Bamberg tätig. Von 2009 bis 2012 studierte er Rechtspflege an der Bayerischen Beamtenfachhochschule Starnberg. Anschließend arbeitete er von 2012 bis 2014 als Diplom-Rechtspfleger am Amtsgericht Würzburg. 

Bürgermeister von Burgebrach

Im Jahr 2014 wurde Maciejonczyk Erster Bürgermeister des Marktes Burgebrach. Dieses Amt übte er bis zum 30. April 2026 aus. Die Verwaltungsgemeinschaft Burgebrach beschreibt seine Amtszeit als prägend für die Weiterentwicklung des Marktes, insbesondere in den Bereichen Infrastruktur, kommunale Entwicklung und gesellschaftliches Miteinander. 

Nach seiner Wahl zum Landrat legte Maciejonczyk sein Bürgermeisteramt zum 30. April 2026 nieder. Der Markt Burgebrach verabschiedete ihn Ende April 2026 im Rahmen einer Veranstaltung in der Steigerwaldhalle. Anschließend wurde er zum Altbürgermeister ernannt. 

Politischer Aufstieg im Landkreis Bamberg

Neben seinem Amt als Bürgermeister war Maciejonczyk auch auf Kreisebene aktiv. Seit 2020 war er weiterer stellvertretender Landrat des Landkreises Bamberg. Außerdem führte er seit 2021 den CSU-Kreisverband Bamberg-Land als Kreisvorsitzender. 

Im März 2025 empfahl der CSU-Kreisvorstand Bamberg-Land Maciejonczyk als Kandidaten für die Landratswahl 2026. Hintergrund war die Entscheidung des damaligen Landrats Johann Kalb, nicht erneut für das Amt anzutreten. Bei der späteren Kreisvertreterversammlung wurde Maciejonczyk mit 184 von 185 Stimmen zum CSU-Landratskandidaten gewählt. 

Wahl zum Landrat 2026

Bei der Landratswahl im Landkreis Bamberg am 8. März 2026 trat Maciejonczyk für die CSU an. Er gewann die Wahl im ersten Wahlgang mit 50.163 Stimmen und einem Stimmenanteil von 58,4 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag laut offiziellem Endergebnis bei 73,2 Prozent

Maciejonczyk erreichte nach Angaben des Landratsamtes in 30 von 36 Gemeinden die absolute Mehrheit. Besonders stark schnitt er in Burgebrach ab, wo 78,4 Prozent der Wähler für ihn stimmten. Auch in Schönbrunn, Burgwindheim und Ebrach lag sein Ergebnis jeweils über 70 Prozent. 

Amtsantritt als Landrat

Am 1. Mai 2026 trat Johannes Maciejonczyk sein Amt als Landrat des Landkreises Bamberg an. Er folgte auf Johann Kalb, der zwölf Jahre lang an der Spitze des Landkreises stand. Am 30. April 2026 übergab Kalb symbolisch den Schlüssel des Landratsamtes an seinen Nachfolger. 

Am 5. Mai 2026 legte Maciejonczyk offiziell seinen Amtseid ab. Als Landrat leitet er die Landkreisverwaltung, führt den Vorsitz im Kreistag und in dessen Ausschüssen, vertritt den Landkreis nach außen und ist für die Organisation der Kreisverwaltung verantwortlich. 

Politische Schwerpunkte

Zu seinen politischen Schwerpunkten zählen nach eigener Darstellung unter anderem Bildung und Forschung, Wirtschaft, Kultur, medizinische Versorgung und Mobilität. In seinem Wahlkampf nannte er außerdem Lebensqualität, Infrastruktur, Landwirtschaft, Tourismus und eine bürgernahe Verwaltung als wichtige Themen für den Landkreis Bamberg. 

Kurz zusammengefasst

Johannes Maciejonczyk steht für einen klassischen kommunalpolitischen Aufstieg: vom Justizfachwirt und Diplom-Rechtspfleger über das Bürgermeisteramt in Burgebrach bis an die Spitze des Landkreises Bamberg. Mit seinem Amtsantritt am 1. Mai 2026 übernahm er die Leitung eines Landkreises mit 36 Städten, Märkten und Gemeinden. Seine bisherige politische Laufbahn ist eng mit Burgebrach, der CSU Bamberg-Land und der Kommunalpolitik im Bamberger Land verbunden.

(Foto: CSU Bamberg Land)

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