Wer in der Stadt Bamberg oder in den Landkreisen Bamberg und Forchheim die 112 wählt, landet jetzt in Buttenheim. Dort ist die neue Integrierte Rettungsleitstelle in Betrieb gegangen, gebaut in knapp drei Jahren für rund 28 Millionen Euro. Für Anrufer ändert sich nichts: Die Nummer bleibt die 112.
Ein Drittel Oberfrankens im Blick
Landrat Johannes Maciejonczyk, Vorsitzender des Zweckverbands für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Bamberg-Forchheim, nahm die Leitstelle gemeinsam mit Oberbürgermeister Sebastian Niedermaier, dem Forchheimer Landrat Hanngörg Zimmermann und Staatsminister Thorsten Glauber offiziell in Betrieb. Die Disponenten „steuern die Notfallrettung für ein Drittel der Einwohner Oberfrankens“, sagte Maciejonczyk. Von Buttenheim aus werden 313 Feuerwehren mit rund 12.500 Aktiven, fünf Rettungsdienste, zwei Wasserrettungsorganisationen, drei THW-Einheiten und vier Bergwachten koordiniert.
Doppelt so viele Einsätze wie 2010
Die Zahl der Einsätze hat sich seit dem Start der gemeinsamen Leitstelle im Jahr 2010 von 57.000 auf zuletzt 125.000 (2025) mehr als verdoppelt. Am alten Standort unweit des Klinikums in Bamberg ließen sich Technik, Sicherheitsvorkehrungen und Platzangebot nicht mehr auf den nötigen Stand bringen. Deshalb beschloss der Zweckverband im Juni 2021 den Neubau in Buttenheim.
Dank und Lob zur Eröffnung
Glauber sprach von der modernsten Digitaltechnik und von einer Verzahnung aus Haupt- und Ehrenamt. Buttenheims Bürgermeisterin Dr. Stephanie Auer-Neuberg betonte, die Wirkung des Gebäudes reiche weit über die Gemeindegrenze hinaus. Maciejonczyk dankte den früheren Landräten Johann Kalb und Hermann Ulm sowie Altoberbürgermeister Andreas Starke für ihre Weitsicht. Geschäftsführerin Christine Feldbauer leitet das Team der Leitstelle.