BambergNachrichten

Asiatische Tigermücke in Bamberg nachgewiesen: Das sollten Sie jetzt wissen

Die Asiatische Tigermücke ist in Bamberg angekommen. Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat einen Fund im Bereich der Eckbertstraße bestätigt. Ein Bürger hatte das Tier entdeckt und eingeschickt. Inzwischen steht fest, dass auch im Nebingerhof eine Tigermücke gefunden wurde. Für die Stadt sind es die ersten bestätigten Nachweise. In der Nachbarschaft ist die Art kein Neuling: In Fürth wurde sie 2019 erstmals beschrieben, seit 2021 geht die Stadt gegen sie vor.

Kein Grund zur Sorge, aber ein Ärgernis

Die Behörden geben Entwarnung: Das Infektionsrisiko durch einen Stich gilt in Deutschland derzeit als gering. Krankheiten wie Dengue-Fieber werden hierzulande bisher nur von Reiserückkehrern eingeschleppt. Lästig ist die Mücke trotzdem. Sie ist klein, schwarz-weiß gestreift, tagsüber aktiv und sticht aggressiv. Das kann den Aufenthalt im Garten oder auf dem Balkon spürbar verleiden. Ihr Flugradius beträgt nur etwa 200 Meter.

Das Gesundheitsamt stellt Fallen auf

Zunächst startet ein systematisches Monitoring mit speziellen Fallen. Sie ahmen Brutstätten nach, sind für Menschen und Tiere aber ungefährlich. Weil eine komplette Brutsaison erfasst werden muss, beginnt die Überwachung am Fundort erst im Frühjahr 2027. Zeigt sich dabei, dass sich die Mücke dauerhaft angesiedelt hat, plant das Amt Gegenmaßnahmen. Bewohner im Umkreis von 500 Metern informiert das Gesundheitsamt direkt.

So kann jeder helfen

Die Tigermücke legt ihre Eier in kleinen Wasseransammlungen ab. Die Eier überstehen Trockenheit und Kälte und können auch in unserer Region überwintern. Deshalb gilt:

  • Blumenuntersetzer, Vogeltränken und Grabvasen einmal pro Woche leeren, verstopfte Regenrinnen reinigen.
  • Gefäße mit heißem Wasser ausschrubben, damit keine Eier haften bleiben.
  • Gießkannen, Spielzeug und andere ungenutzte Behälter wegräumen oder umdrehen.
  • Regentonnen mit Deckel oder Mückennetz abdichten.

Wer eine verdächtige Mücke entdeckt, kann sie an das LGL schicken. Sie sollte möglichst unversehrt und trocken ankommen, zum Beispiel in einer Streichholz- oder Tablettenschachtel, nicht in Alkohol. Dazu gehört das Einsendeformular. Die Adresse lautet: Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Veterinärstraße 2, 85764 Oberschleißheim. Mehr Informationen gibt es auf der Seite des LGL zum Stechmücken-Monitoring.

STEIGERWALD-NEWS FÜR UNTERNEHMEN

Ihre Kunden lesen Steigerwald-News.

Machen Sie Ihr Unternehmen dort sichtbar, wo Menschen aus der Region täglich Nachrichten, Veranstaltungen und Informationen entdecken.

Werbemöglichkeiten ansehen

.

Sei immer informiert. Abonniere gerne den → Newsletter !

Steigerwald-News

Viel Spaß beim Lesen! Willst Du immer die neuesten Infos? Dann trage Dich in den Newsletter ein!

Anstehende Veranstaltungen

×