Der Marktgemeinderat Burgebrach hat in seiner jüngsten Sitzung mehrere Weichen gestellt: Im Falkweg kann ein neues Wohngebiet entstehen, in Hirschbrunn wird eine Grünfläche zur Gewerbefläche, und gegen eine größere Windvorrangfläche bei Weiher-Nord sagt der Markt Nein.
Wohngebiet im Falkweg
Der Rat beschloss die zweite Änderung des Bebauungsplans „Falk und Dippacher Orles I“ als Satzung. Auf dem rund 12.000 Quadratmeter großen früheren Oeka-Metall-Gelände soll ein Allgemeines Wohngebiet entstehen: vier Mehrfamilienhäuser entlang von Falkweg und Unterer Schützenstraße und elf Einfamilienhäuser mit verkehrsberuhigter Erschließung im Inneren. Gebaut wird das Vorhaben vom Grundstückseigentümer. Wegen kleinerer Änderungen, etwa neuer Stellplatzvorgaben, lag der Plan zuvor noch einmal öffentlich aus.
In Hirschbrunn stimmte der Rat einer Änderung des Flächennutzungsplans zu. Dort darf eine Grünfläche künftig gewerblich genutzt werden.
Nein zu mehr Windkraft
Abgelehnt hat der Marktgemeinderat die geplante Änderung des Regionalplans Oberfranken-West. Auf Antrag der Gemeinde Pommersfelden soll die Windvorrangfläche „Weiher-Nord“ um rund 31 Hektar nach Westen wachsen. Für Küstersgreuth, Stappenbach und Tempelsgreuth sei das nicht verträglich, sagte Erster Bürgermeister Peter Pfohlmann, denn die Anlagen rückten dann unmittelbar an die Ortsteile heran. Windräder mit bis zu 280 Metern Höhe beeinträchtigten das Landschaftsbild und brächten Lärm und Schattenwurf mit sich.
Außerdem sei eine Erweiterung gar nicht nötig. Bayern muss bis Ende 2027 1,1 Prozent und bis Ende 2032 1,8 Prozent seiner Fläche für Windenergie ausweisen. Im Plangebiet seien schon 1,82 Prozent erreicht, allein im Markt Burgebrach sind es 3,45 Prozent. Der Markt fordert deshalb, den bisherigen Geltungsbereich beizubehalten.
Rundgang im Feuerwehrzentrum
Im Rahmen der Sitzung hatte Pfohlmann die Räte zu einer Besichtigung des Feuerwehrzentrums eingeladen. Erster Kommandant Matthias Titz zeigte die Einsatzfahrzeuge und berichtete über die aktiven Einsatzkräfte.