Auf Konzertplakaten steht oft „Mezzosopran“, und nicht jeder weiß gleich, was dahintersteckt. Gemeint ist eine Frauenstimme zwischen Sopran und Alt, die für ihren warmen, runden Klang bekannt ist. Ein Überblick, was die Stimme ausmacht, welche Rollen sie singt und wo sie im Steigerwald zu hören ist.
Zwischen Sopran und Alt
Das Wort stammt aus dem Italienischen, „mezzo“ heißt „mittel“. Der Mezzosopran ist die mittlere der drei Frauenstimmlagen:
- Sopran: die höchste Stimme, hell und leuchtend
- Mezzosopran: die mittlere Stimme, warm und rund
- Alt: die tiefste Stimme, dunkel und voll
Ein Mezzosopran singt ungefähr zwei Oktaven, vom A unterhalb des mittleren C bis zum A zwei Oktaven darüber. Gegenüber dem Sopran klingt die Stimme dunkler, ihre Stärke ist die Fülle in der Mittellage. Hohe Töne beherrscht sie ebenfalls, der Schwerpunkt liegt aber tiefer.
Rollen mit Charakter
In der Oper bekommen Mezzosoprane oft Figuren mit Ecken und Kanten. Die bekannteste ist Carmen aus der gleichnamigen Oper von Georges Bizet, stolz, leidenschaftlich und nicht zu bändigen. Dazu kommen die Hosenrollen, also junge Männer, die von Frauen gesungen werden. Beispiele sind der Page Cherubino in Mozarts „Figaros Hochzeit“, Octavian im „Rosenkavalier“ von Richard Strauss und Hänsel in Humperdincks „Hänsel und Gretel“.
Mezzosopran in der Kirche
Auch in der Barockmusik und in geistlichen Werken sind Mezzosoprane häufig zu hören. Komponisten wie Mozart und Händel stehen auch bei Svenja Weierich auf dem Programm. Große Kirchenräume tragen den Klang weit, und klassisch ausgebildete Stimmen sind darauf geschult, einen solchen Raum auch ohne Verstärkung zu füllen.
Ein Beispiel aus der Region ist die Klosterkirche Ebrach im Landkreis Bamberg. Das Zisterzienserkloster wurde 1127 gegründet und war die älteste Niederlassung des Ordens in Franken. Der Bau der frühgotischen Abteikirche begann im Jahr 1200. Hier gibt Svenja Weierich Konzerte, zum Beispiel Sommernachtskonzerte und ein festliches Weihnachtskonzert. Mit Thomas Meyer an Orgel und Klavier tritt sie unter anderem in Ebrach und im Kloster Banz auf.