Bamberg. Das ETA Hoffmann Theater startet mit zwei Premieren in die neue Spielzeit. Den Anfang macht am Donnerstag, 17. September, um 20 Uhr die Komödie „Sophia oder das Ende der Humanisten“ von Moritz Rinke. Bereits am Freitag folgt auf der Großen Bühne Henrik Ibsens „Borkman“.
Mit „Sophia oder das Ende der Humanisten“ greift das Theater ein Thema auf, das längst mitten im Alltag angekommen ist: künstliche Intelligenz. Im Mittelpunkt steht der Universitätsprofessor Wolfgang, der mit Sophia zusammenlebt – einer künstlich geschaffenen Frau, die ganz nach seinen Vorstellungen programmiert wurde. Als jedoch ihre Einstellungen verändert werden, entwickelt sich die Situation in eine völlig andere Richtung.
Moritz Rinkes Komödie verbindet Humor mit der Frage, welchen Platz künstliche Intelligenz künftig in persönlichen Beziehungen einnehmen könnte. Regie führt Fabian Thon. Auf der Bühne stehen Sophie Angehrn, Julia Lindhorst-Apfelthaler, Jan-Hendrik von Minden und Florian Walter. Nach der Premiere am 17. September sind bis Mitte Oktober zahlreiche weitere Vorstellungen vorgesehen.
„Borkman“ folgt einen Tag später
Am Freitag, 18. September, um 19.30 Uhr feiert „Borkman“ von Henrik Ibsen Premiere auf der Großen Bühne. Für die Bamberger Inszenierung wurde das Drama modern bearbeitet und rückt insbesondere die beiden Frauenfiguren Gerhild Borkman und Ella Rentheim in den Mittelpunkt.
Die Schwestern treffen nach Jahren wieder aufeinander. Zwischen ihnen stehen die Folgen eines Banken-Crashs, der die Familie Borkman in den Ruin getrieben hat, alte Konflikte und unterschiedliche Vorstellungen über die Zukunft von Gerhilds Sohn Edward.
Regie führt Annette Pullen. Mit Marianna Linden und Susanne Wolff sind zwei Gäste am ETA Hoffmann Theater zu erleben. Wolff war zuletzt unter anderem in der sechsteiligen Netflix-Thrillerserie „Unfamiliar“ in einer Hauptrolle zu sehen. Zur Besetzung von „Borkman“ gehören außerdem Leyla Bischoff, Avi Meyer und Luke Venatier.
Mit den beiden sehr unterschiedlichen Stoffen setzt das ETA Hoffmann Theater zum Auftakt gleich zwei Akzente: eine aktuelle Komödie über künstliche Intelligenz und menschliche Beziehungen sowie die moderne Bearbeitung eines Klassikers von Henrik Ibsen.
(Quelle: ETA-Hoffmann-Theater, Foto: KI-nachempfunden)