350.000 Euro für die Aischtalhalle: Sanierung in Höchstadt bekommt kräftigen Schub
Höchstadt a. d. Aisch. Seit Jahren ist die Sanierung der Aischtalhalle ein Thema. Jetzt gibt es einen wichtigen Schritt: Das Höchstadter Projekt wurde im Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ berücksichtigt. Für die Sanierung der Aischtalhalle sind 350.000 Euro Bundesförderung vorgesehen. Doch was genau wird saniert, wann beginnen die Arbeiten – und wie teuer wird das gesamte Projekt? Einige dieser Fragen sind derzeit noch offen.
Höchstadt erhält 350.000 Euro Bundesförderung
Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat im April 2026 über die erste Förderrunde des neuen Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten“ entschieden. Insgesamt wurden bundesweit 314 Sportstätten ausgewählt, für die in dieser Runde 333 Millionen Euro zur Verfügung stehen.
Auf der offiziellen Projektliste ist auch Höchstadt a. d. Aisch aufgeführt. Dort heißt es eindeutig: „Sanierung der Aischtalhalle in Höchstadt“ – Bundesförderung: 350.000 Euro.
Damit hat sich Höchstadt in einem ausgesprochen stark nachgefragten Förderprogramm durchgesetzt. Beim Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung gingen 3.684 Interessenbekundungen ein. Die beantragte Bundesförderung lag insgesamt bei mehr als 7,5 Milliarden Euro. Damit war der Projektaufruf rund 23-fach überzeichnet.
Auch im Höchstadter Stadtrat ist die Sanierung Thema
Dass das Projekt auf kommunaler Ebene weiterverfolgt wird, zeigt die Sitzung des Höchstadter Stadtrates vom 22. Juni 2026.
Unter dem Tagesordnungspunkt 8.1 wurde dort das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ mit der Interessensbekundung zur Sanierung der Aischtalhalle aufgeführt. Es handelte sich um einen Tagesordnungspunkt unter „Bekanntgaben“.
Öffentlich zugängliche detaillierte Unterlagen über den aktuellen Sanierungsumfang, eine aktuelle Kostenberechnung oder einen konkreten Bauzeitenplan sind dort allerdings nicht hinterlegt.
Die Aischtalhalle ist seit 1983 ein wichtiger Treffpunkt
Die Aischtalhalle ist keine gewöhnliche Turnhalle. Nach Unterlagen der Stadt wurde sie 1983 fertiggestellt und eingeweiht. Damit prägt sie seit mehr als vier Jahrzehnten den Sport- und Veranstaltungsbetrieb in Höchstadt.
Die Dreifachturnhalle hat eine Fläche von 1.215 Quadratmetern und kann in ein, zwei oder drei Hallendrittel aufgeteilt werden. Nach Angaben der Stadt finden dort Sportveranstaltungen und Hallenturniere ebenso statt wie Konzerte, Ausstellungen und andere kulturelle Veranstaltungen.
Bis zu 800 Personen können die Halle nutzen, mit Tribüne sind laut Stadt maximal 1.200 Personen möglich. Hinzu kommen Foyer und Clubraum.
Wie wichtig die Halle weiterhin für das öffentliche Leben ist, zeigt auch der laufende Veranstaltungsbetrieb. Noch am 20. August 2026 fand dort beispielsweise ein Blutspendetermin des Bayerischen Roten Kreuzes statt.
Die Sanierung beschäftigt Höchstadt nicht erst seit heute
Besonders interessant ist ein Blick in ältere Unterlagen der Stadt. Bereits in der Begründung zum Bebauungsplan „Wohngebiet an der Aischtalhalle“ aus dem Jahr 2014 wird eine bevorstehende Sanierung der Halle erwähnt.
Damals ging es unter anderem um den Schallschutz gegenüber der angrenzenden Wohnbebauung. In den Unterlagen wurde festgehalten, dass im Zuge einer Sanierung die Schallschutzeigenschaften bestimmter Außenbauteile verbessert werden sollten. Genannt wurden beispielsweise Eingangstüren und Tore, das Oberlichtband sowie Lichtkuppeln. Außerdem war eine Einhausung der Ladezone vorgesehen.
Wichtig ist dabei: Diese Angaben stammen aus der Planung von 2014. Daraus lässt sich nicht ableiten, dass genau diese Maßnahmen den heutigen Sanierungsumfang von 2026 bilden. Sie zeigen jedoch, dass der Sanierungsbedarf an der Aischtalhalle bereits seit vielen Jahren ein Thema der Stadtplanung ist.
Was bedeuten die 350.000 Euro?
Die Bundesförderung von 350.000 Euro darf nicht mit den Gesamtkosten der Sanierung verwechselt werden.
Das Bundesprogramm war grundsätzlich mit einem Bundesanteil von bis zu 45 Prozent der förderfähigen Kosten konzipiert. Die öffentlich zugängliche Projektliste nennt für Höchstadt allerdings nur die Höhe der Bundesförderung. Eine belastbare aktuelle Gesamtkostensumme für das Höchstadter Projekt ist daraus nicht ersichtlich. Deshalb lässt sich aus den 350.000 Euro allein derzeit keine seriöse Gesamtsumme für die Sanierung errechnen.
Noch fehlen entscheidende Details
Fest steht damit: Die Sanierung der Aischtalhalle hat einen wichtigen Schritt genommen und Höchstadt wurde für 350.000 Euro Bundesförderung ausgewählt.
Noch nicht öffentlich geklärt sind nach dem derzeit verfügbaren Informationsstand dagegen mehrere für Höchstadt wichtige Fragen:
- Wie hoch sind die gesamten Kosten der geplanten Sanierung?
- Welche Teile der Aischtalhalle sollen konkret erneuert werden?
- Welchen Eigenanteil muss die Stadt Höchstadt tragen?
- Wann beginnen Planung und Bauarbeiten?
- Muss die Aischtalhalle während der Arbeiten vollständig oder teilweise geschlossen werden?
- Wie lange würden mögliche Einschränkungen dauern?
Gerade für Schulen, Sportvereine, Veranstalter und Besucher sind diese Punkte von großer Bedeutung.
Die Bundesförderung sorgt nun zumindest dafür, dass nach vielen Jahren Bewegung in ein Projekt kommt, das für den Sport- und Veranstaltungsstandort Höchstadt eine wichtige Rolle spielt. Wann die eigentliche Sanierung sichtbar beginnt und wie umfangreich sie ausfällt, wird von den weiteren Planungen der Stadt abhängen.
Ihre Kunden lesen Steigerwald-News.
Machen Sie Ihr Unternehmen dort sichtbar, wo Menschen aus der Region täglich Nachrichten, Veranstaltungen und Informationen entdecken.
Werbemöglichkeiten ansehen →