Freilandmuseum Bad Windsheim – Gebäude, Preise, Anfahrt

Das Fränkische Freilandmuseum in Bad Windsheim zeigt, wie die Menschen in Franken früher gebaut, gewohnt und gearbeitet haben. Auf 45 Hektar stehen rund 130 historische Gebäude aus ganz Franken: Bauernhöfe, Mühlen, Brauhäuser, Handwerkerhäuser, Wirtshäuser, eine Landsynagoge und vieles mehr. Die meisten wurden an ihrem ursprünglichen Ort abgebaut und im Museum wieder aufgebaut.

Auch für Leser aus dem Steigerwald lohnt sich der Weg nach Bad Windsheim: Im Museum stehen unter anderem das Kommunbrauhaus aus Schlüsselfeld und ein Ziegelbrennofen aus Scheinfeld. Diese Seite erklärt ausführlich, was es zu sehen gibt, was der Eintritt kostet und wie man hinkommt. Stand der Angaben: Oktober 2026.

Ausflugsziel in Franken
Fränkisches Freilandmuseum Bad Windsheim

Rund 130 historische Gebäude auf 45 Hektar

Eisweiherweg 1 · 91438 Bad Windsheim

Das Fränkische Freilandmuseum liegt am Südrand der Altstadt von Bad Windsheim.
  • 45Hektar Museumsgelände
  • ~130historische Gebäude
  • 8Baugruppen
  • 700Jahre fränkische Alltagsgeschichte
  • 190.000Besucher im Jahr

Aktuell im Oktober 2026

Am Sonntag, 18. Oktober, feiert das Museum von 9 bis 18 Uhr das Backofenfest. Rund ein halbes Dutzend historischer Backöfen wird angeschürt, gebacken werden unter anderem Roggenmisch- und Dinkel-Vollkornbrot, Kuchen und Dinkelgebäck. An diesem Tag ist auch der Tag des dörflichen Handwerks: Die meisten Vorführhandwerker sind zum letzten Mal in dieser Saison in ihren Werkstätten zu erleben. Der Mitmach-Fuhrpark zur Ausstellung „Mobile Kinderwelten“ ist von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Im Museum Kirche in Franken läuft die Sonderausstellung „CARE“, die Finissage ist am 6. Januar 2027.

Die Hauptsaison endet am 24. Oktober. Ab 25. Oktober gelten die kürzeren Öffnungszeiten der Nebensaison. Wer mit der Bahn anreist: Der Abschnitt zwischen Neustadt (Aisch) Bahnhof und Steinach/Rothenburg (RB 81) ist im Herbst 2026 gesperrt, es fährt Schienenersatzverkehr.

Ein Museum unter freiem Himmel

Träger des Museums ist der Bezirk Mittelfranken. Eröffnet wurde es im Juli 1982, es liegt direkt am Südrand der historischen Altstadt von Bad Windsheim im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim. Nach eigenen Angaben zählt es zu den größten und besucherstärksten Freilichtmuseen in Deutschland. Rund 190.000 Besucher kommen im Jahr.

Die Idee dahinter ist einfach: Alte Gebäude werden an ihrem ursprünglichen Ort sorgfältig abgebaut, ins Museum gebracht und dort wieder aufgebaut. Fachleute sprechen von Translozierung. Wer durch das Gelände geht, durchläuft rund 700 Jahre fränkische Alltagsgeschichte, vom Bauernhaus aus dem 14. Jahrhundert bis zum Stahlhaus der Nachkriegszeit.

Gezeigt wird mehr als Architektur. Viele Häuser sind eingerichtet wie früher, die Sammlung des Museums umfasst rund 200.000 Objekte aus der Alltags-, Bau-, Religions-, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte des Landlebens. Dazu kommen Gärten, Felder, Hopfen- und Weinbau und alte Haustierrassen. Unterstützt wird das Museum seit 1975 vom Förderverein, der heute mehr als 4.600 Mitgliedschaften zählt.

Von Dorf zu Dorf: die acht Baugruppen

Die Häuser stehen nicht kreuz und quer, sondern in acht Baugruppen, geordnet nach Regionen und Themen. Wer durch das Gelände geht, wandert von Dorf zu Dorf. Auf der Website des Museums gibt es dazu einen interaktiven Museumsplan mit einem Steckbrief zu jedem Haus.

1

Eingangsbereich

Kasse, Museumsladen, Wirtshaus

Der Rundgang beginnt am Korbhaus aus Knittelsbach von 1821, das als Eingangsgebäude und Kasse dient. Daneben stehen das Gasthaus zur Krone aus Oberampfrach (1704/05) mit Tanzsaal im Obergeschoss, die Kegelbahn aus Bad Windsheim von 1854 und der Museumsladen.

Außerdem: In der Aumühle aus Eyb (1599) sitzt die Museumsverwaltung, der Stadel aus Betzmannsdorf (1712) dient als Ausstellungshalle.

2

Mainfranken – Frankenhöhe

Baugruppe West · rund 45 Gebäude

Die größte Baugruppe ist ein dichtes Museumsdorf mit Dorfplatz und Linde. Neben Bauernhöfen und Handwerkerhäusern stehen hier Schule, Brauhäuser, Hirtenhaus und Flachsbrechhaus. Die Häuser stammen aus der Windsheimer Bucht, von der Frankenhöhe, aus dem Steigerwald samt Vorland, aus den Gaulandschaften und aus den Weinorten am Main.

Dazu gehören: Synagoge aus Allersheim (1740), Kommunbrauhaus aus Schlüsselfeld (1844), Amtshaus aus Obernbreit (1554), Jagdschlösschen aus Eyerlohe (1778).

3

Regnitzfranken – Frankenalb

Baugruppe Ost

Ein locker bebauter Weiler mit Höfen rund um den Dorfweiher, wie er für die Gebiete an Rednitz und Regnitz und die Frankenalb typisch war. Die Häuser haben breite, steile Giebel und kräftiges Fachwerk.

Dazu gehören: Hopfenbauernhaus aus Eschenbach (1821), Hopfenstadel aus Thalheim (1819), Mühle aus Unterschlauersbach (1576), Bauernhaus aus Oberzettlitz (1711) als Blockbau.

4

Altmühlfranken

Baugruppe Süd · mit Erlebnisplatz

Die Häuser kommen aus dem südlichen Mittelfranken und dem Eichstätter Raum. Typisch sind flach geneigte Dächer mit Kalkplatten aus dem Altmühljura. Das Bauernhaus aus Reichersdorf (1697) trägt allein 70 Tonnen Kalksteinplatten auf dem Dach. Hier liegt auch der Erlebnisplatz zum Spielen und Verweilen.

Dazu gehören: Bauernhaus aus Gungolding (1564), funktionsfähige Kegelbahn aus Eichstätt (1829), Backofen aus Badanhausen (1812).

5

Mittelalter

mit Archäologiemuseum und archäologischem Dorf

Gebäude aus ganz Bayern, die zeigen, wie auf dem Land im Mittelalter gebaut wurde. Teile sind rekonstruiert, Original und Ergänzung lassen sich unterscheiden. Die Gruppe ist wie ein Dorf mit Etter, dem Dorfzaun, angelegt. Drumherum wird Dreifelderwirtschaft betrieben.

Dazu gehören: Bauernhaus aus Höfstetten (1367), Badhaus aus Wendelstein (um 1450), Schafscheune aus Virnsberg (1507) mit Archäologiemuseum, Archäologisches Gehöft aus dem 11./12. Jahrhundert.

6

Stadt

Bauhofareal und Spitalkirche in der Altstadt

Die einzige Baugruppe mitten in der Bad Windsheimer Altstadt. Sie besteht aus dem Alten Bauhof mit Bauhofstadel und Großem Wagenschupfen, einer kurzen Gasse mit spätmittelalterlichen Stadthäusern und der Spitalkirche, in der das Museum Kirche in Franken untergebracht ist. Seit 1989 gehört das Bauhofareal zum Museum.

Dazu gehören: Spitalscheuer (1398), Handwerkerhaus aus Bad Windsheim (1421–1423), Gasthaus zum Hirschen, Kräuter-Apotheke.

7

Technik & Gewerbe

Ziegelei, Landmaschinen, Baustoffe

Die Gruppe zeigt die technische Entwicklung auf dem Land im 19. und 20. Jahrhundert, von der Herstellung von Baustoffen bis zur technisierten Landwirtschaft. Einige Anlagen werden im Museum weiter genutzt, etwa zum Ziegelbrennen.

Dazu gehören: Ziegelbrennofen aus Scheinfeld, Ziegelhütte aus Aisch, Gips- und Kalkbrennofen, Steinbruch mit „Derrick-Kran“, Feldbahn „Suse“ aus Ansbach, Windrad aus Roth (1905).

8

20. Jahrhundert

Zeitgeschichte am Ortsrand

Die jüngste Baugruppe widmet sich dem Umbruch auf dem Land im 20. Jahrhundert. Im Mittelpunkt steht das Stahlhaus aus Nerreth, ein Fertighaus aus Stahl, das die MAN ab 1946 gegen die Wohnungsnot entwickelte.

Dazu gehören: Behelfsheime aus Ottenhofen und Steinach an der Ens, Wellblechgarage aus Lonnerstadt.

Die ältesten Häuser: bis ins 14. Jahrhundert zurück

Wer wissen will, wie alt ein Haus in Franken werden kann, findet im Museum einige Antworten. Eine Auswahl der ältesten Gebäude:

  1. 1322
    Hinterhaus aus Eichstätt Das älteste im Museum aufgebaute Haus und nach Angaben des Museums der früheste nachgewiesene Stockwerksbau Deutschlands. In der Stube im Obergeschoss gibt es gotische Zierbalken mit Schnitzereien (Baugruppe Stadt).
  2. 1367
    Bauernhaus aus Höfstetten Eines der ältesten Bauernhäuser Mitteleuropas. Rekonstruiert wurde der ursprüngliche Zustand mit Vollwalmdach und Strohdeckung. 2026 erhielt es ein neues Strohdach: Die Fläche misst rund 450 Quadratmeter, allein für die Befestigung des Langstrohroggens brauchten die Museumshandwerker rund 3.000 Meter Haselnussruten (Baugruppe Mittelalter).
  3. 1398
    Spitalscheuer Die älteste vollständig erhaltene Fachwerkscheune in Mitteleuropa. Sie steht noch am Originalstandort in der Altstadt (Baugruppe Stadt).
  4. 1415–1421
    Spitalkirche Der große Kirchenbau mit dem bunten Kreuzrippengewölbe beherbergt heute das Museum Kirche in Franken (Baugruppe Stadt).
  5. 1441–1444
    Bauhofstadel Ein mächtiger Säulenbau. Der Dachstuhl mit seinem Hängesprengwerk überspannt rund 360 Quadratmeter ohne Stützen, eine Spitzenleistung der Zimmerleute im Spätmittelalter (Baugruppe Stadt).
  6. 1507
    Schafscheune aus Virnsberg Eine der ältesten noch ins Mittelalter gehörenden Schafscheunen. Heute ist hier das Archäologiemuseum untergebracht (Baugruppe Mittelalter).
Das Bauernhaus aus Höfstetten von 1367 mit seinem neuen Strohdach.

Steigerwald und Umgebung im Museum

Die Baugruppe Mainfranken – Frankenhöhe vereint nach Angaben des Museums Häuser aus der Windsheimer Bucht, von der Frankenhöhe, aus dem Steigerwald samt Vorland, aus den Gaulandschaften und aus den Weinorten am Main. Einige Gebäude haben einen direkten Bezug zu unserer Region:

  • Schlüsselfeld · 1844 Kommunbrauhaus aus Schlüsselfeld Der Bruchsteinbau gehörte zu den Kommunbrauhäusern, in denen Haushalte mit Braurecht brauen durften. Bis 1970 war es in Betrieb, im Museum wurde der Brauereibetrieb wieder aufgenommen. In der Halle stehen Sudpfanne und Maischekessel, im Dachraum das Kühlschiff.
  • Scheinfeld · um 1430 Ziegelbrennofen aus Scheinfeld Die Feuerkanäle des Ofens kamen als Ganzteile ins Museum, daneben steht ein Nachbau nach diesem Vorbild. Dort werden weiterhin Dachziegel und Ziegelsteine gebrannt.
  • Raum Höchstadt · 1835 Ziegelhütte aus Aisch Der eingeschossige Sandsteinbau mit großem Brennofen stand bei Höchstadt. Unter dem Halbwalmdach wurden die Ziegel in langen Regalen getrocknet. Im Museum wird die Hütte zur Herstellung von Dachziegeln genutzt.
  • Obernbreit · 1554 Amtshaus aus Obernbreit Das Haus eines Dorfschultheißen, den die Grafen von Schwarzenberg als Vertreter eingesetzt hatten. Im Erdgeschoss fallen Bruchsteinmauerwerk mit Quaderbemalung auf, im Obergeschoss reich verziertes Fachwerk.
  • Rabelsdorf in den Haßbergen · 1715 Scheuer aus Rabelsdorf Die Kratzputzmuster in den Gefachen gehören zu den ältesten ihrer Art in ganz Franken.
  • Ipsheim Weinberghäuslein aus Ipsheim Es ergänzt den Museumsweinberg, der verschiedene Entwicklungsstufen des Weinbaus in Franken zeigt.
Das Kommunbrauhaus aus Schlüsselfeld im Museum.

Handwerk, Tiere und Gärten

Von Mai bis Oktober zeigen Vorführhandwerker ihre Arbeit, zum Beispiel Weben, Wollspinnen, Korbmachen, Büttnerei und Schmieden. Die Vorführungen sind zu bestimmten Zeiten angekündigt, die aktuellen Termine stehen im Veranstaltungskalender des Museums.

  • Schmieden Im Bauernhaus mit Schmiede aus Mailheim (1749) arbeiten zu angekündigten Zeiten Schmiedemeister. Auch im Großen Wagenschupfen in der Baugruppe Stadt zeigen Schmiede, Steinmetze und Schreiner ihr Handwerk.
  • Weben Im Köblerhaus aus Oberfelden (1702) steht ein Webstuhl von 1749 aus Windsheim, auf dem zu angekündigten Zeiten gewebt wird.
  • Wollspinnen An der Schäferei aus Hambühl zeigt eine Spinnerin mit Spinnrad und Spindel, wie aus Wolle Garn entsteht.
  • Holzschuhmachen In der Scheuer aus Marktbergel (1869) entstehen Holzschuhe. Die Ergebnisse gibt es auch im Museumsladen zu kaufen.
  • Brotbacken In der Baugruppe Altmühlfranken wird im Backofen aus Badanhausen gebacken. In der Saison 2026 duftete es dort jeden Donnerstagvormittag nach frischem Brot, solange der Vorrat reichte.
  • Tiere Im Schafstall der Schäferei aus Hambühl (1744) leben rund 50 Schafe. Dazu kommen Schwäbisch-Hällische Landschweine, als „Triesdorfer Tiger“ bekannte Rinder und Fränkische Landgänse.

Zu bestimmten Zeiten gibt es Vorführungen mit den Tieren: Dann ist zu sehen, wie Schäferin, Hütehund und Schafherde zusammenarbeiten, oder wie Rinder eingespannt und im Gespann durch das Gelände geführt werden.

Auch die Landschaft ist Teil des Museums. Die Nutzgärten vor den Häusern, die Hopfen- und Weinbauflächen, die Felder, Hecken und Wiesen mit ihren Wasserläufen sind der alten fränkischen Kulturlandschaft nachempfunden. Angebaut werden Obst-, Gemüse- und Getreidesorten, die früher üblich waren und heute selten sind. Im Bauernhaus aus Unterlindelbach informiert eine Ausstellung über den Obstbau.

Vorführhandwerker zeigen von Mai bis Oktober ihre Arbeit.
Alte Haustierrassen gehören zum Museumsbauernhof.

Museum Kirche in Franken und die Baugruppe Stadt

Rund 200 Meter vom Alten Bauhof entfernt steht in der Altstadt die Spitalkirche, leicht zu erkennen an ihrem steilen Dach und dem spitzen Turmhelm. Sie wurde zwischen 1415 und 1421 gebaut und ist für eine Spitalkirche ungewöhnlich groß. Im Innern fällt das bunte Kreuzrippengewölbe auf, dessen Farben der Gestaltung um 1420 entsprechen. Die barocke Decke des Langhauses stammt von 1736.

Seit 2006 gehört die Kirche als Museum Kirche in Franken zum Freilandmuseum, sie bleibt aber weiterhin auch Gotteshaus. Nach Angaben des Evangelischen Pressedienstes (epd) ist es das erste und einzige evangelische Kirchenmuseum in Bayern mit überörtlicher Bedeutung.

Wer nur die Baugruppe Stadt besuchen will, zahlt weniger: Das Ticket für das Museum Kirche in Franken kostet 4,50 Euro und gilt auch für den Alten Bauhof, die Kräuterapotheke und die mittelalterlichen Handwerkerhäuser. Im Museum Kirche in Franken kann man auch das Ticket für das gesamte Freilandmuseum kaufen.

Die Spitalkirche in Bad Windsheim beherbergt das Museum Kirche in Franken.

Technik, Gewerbe und das 20. Jahrhundert

Ziegel, Kalk und Gips

In der Baugruppe Technik & Gewerbe geht es um Baustoffe und Maschinen. Im Ziegelbrennofen und in der Ziegelhütte werden Dachziegel und Ziegelsteine gebrannt, dazu kommen ein Gipsbrennofen und ein Kalkbrennofen. Der Muschelkalksteinbruch ist nachgebaut, der „Derrick-Kran“ aus Kirchheim hebt große Felsbrocken mit Muskelkraft, die Feldbahn „Suse“ aus Ansbach ist gelegentlich noch unterwegs.

Das Windrad aus Roth von 1905 ist ein sieben Meter hoher Stahlskelettbau. Es pumpte Wasser in ein hochgelegenes Becken, von wo aus die Pflanzen einer Gärtnerei gegossen wurden.

Vom Stahlhaus zum Behelfsheim

Das Stahlhaus aus Nerreth entwickelte die MAN ab 1946, um der Wohnungsnot der Nachkriegszeit zu begegnen. Es gehört noch zu den Prototypen und war mit Zentralheizung, Einbauküche und Sanitäreinrichtung sehr modern ausgestattet. 1953 wurde die Serienproduktion eingestellt: Die Häuser waren zu teuer, und Stahl galt als wenig wohnlich.

Zwei Behelfsheime erinnern an die Notwohnungen, die zwischen 1943 und 1945 in vielen Dörfern für ausgebombte Städter entstanden. Daneben steht eine Wellblechgarage, die in den 1950er-Jahren in Lonnerstadt aufgestellt wurde.

Das MAN-Stahlhaus aus Nerreth steht für den Wohnungsbau der Nachkriegszeit.

Ausstellungen im Museum

Ausstellungen sind nach Angaben des Museums sein wichtigstes Mittel, um Wissen zu vermitteln. Seit der Gründung gab es mehr als 140 Wechselausstellungen, die meisten davon Eigenproduktionen. Dazu kommen 30 dauerhafte Ausstellungen und Informationszellen in den Häusern.

  • Archäologiemuseum: Es ist in der Schafscheune aus Virnsberg untergebracht und eine Außenstelle der Archäologischen Staatssammlung München.
  • Wasserwirtschaftlicher Lehrpfad: Er zeigt, welche Rolle das Wasser im Freilandmuseum spielt.
  • Sonderausstellungen: Der Stadel aus Betzmannsdorf (1712) bietet auf zwei Ebenen Platz für wechselnde Ausstellungen.
  • Museum Kirche in Franken: Das „Museum im Museum“ ist in der Spitalkirche untergebracht, mehr dazu steht weiter oben.

Essen, Trinken und Einkaufen

Im Museum gibt es vier Wirtshäuser mit Biergärten: das Gasthaus Zum Hirschen in der Baugruppe Stadt, die Wirtschaft am Kommunbrauhaus, das Wirtshaus Zur Krone am Freilandmuseum und den Sommerkeller Weinbergshof. Wer lieber eine eigene Brotzeit mitbringt, findet am Erlebnisplatz zwei große Wiesen mit Tischgarnituren zum Picknicken.

Im Museumsladen am Eingang gibt es Bücher aus dem museumseigenen Verlag, Souvenirs, Geschenke und regionale Produkte, darunter im Museum hergestellte Erzeugnisse wie Honig, Apfelsaft, Buchenholzkohle und Holzschuhe. Bücher und Gutscheine sind auch im Online-Kaufladen des Museums erhältlich.

Das Wirtshaus Zur Krone am Freilandmuseum stammt aus Oberampfrach.

Besuch planen

Alle Angaben stammen vom Museum und gelten für die Saison 2026 (Stand: Oktober 2026). Öffnungszeiten und Preise ändern sich von Jahr zu Jahr, im Zweifel lohnt ein Blick auf freilandmuseum.de.

Öffnungszeiten 2026

  • Hauptsaison (14. März bis 24. Oktober): täglich 9 bis 18 Uhr. Einlass bis 17 Uhr, Kassenschluss 17:30 Uhr.
  • Nebensaison (25. Oktober bis 13. Dezember): werktags 10:30 bis 16 Uhr, sonn- und feiertags 10 bis 16:30 Uhr. Ab 3. November ist montags geschlossen.
  • Museum Kirche in Franken und Baugruppe Stadt: in der Hauptsaison täglich 10 bis 18 Uhr mit Mittagspause von 12:30 bis 13 Uhr, in der Nebensaison wie das Hauptgelände.
  • Winteröffnungstage der Spitalkirche: 25. und 26. Dezember 2026 von 13 bis 16 Uhr, 27. Dezember 2026 und 6. Januar 2027 von 10 bis 16:30 Uhr.

Eintrittspreise 2026

  • Erwachsene: 9 Euro. Bei Anreise mit VGN oder Bahn gegen Vorlage des Tickets (Kurgastpreis): 8 Euro.
  • Ermäßigt: 6 Euro für Schulkinder, Studierende, Auszubildende, Freiwilligendienste und Schwerbehinderte.
  • Kinder unter 6 Jahren: frei.
  • Familienkarte (2 Erwachsene und minderjährige Kinder): 21 Euro. Teilfamilienkarte (1 Erwachsener und minderjährige Kinder): 12 Euro.
  • Jahreskarte: 45 Euro, Familien-Jahreskarte 90 Euro. Gruppen ab 17 Personen: 8 Euro pro Person.
  • Nur Museum Kirche in Franken und Baugruppe Stadt: Erwachsene 4,50 Euro, ermäßigt 3 Euro.

Freien Eintritt haben auch Inhaber der Bayerischen Ehrenamtskarte und Begleitpersonen von Schwerbehinderten.

Anreise und Parken

  • Mit dem Auto: Von Norden und Nordwesten über die A 3 auf die A 7, von Süden und Südwesten über die A 6 auf die A 7, jeweils bis zur Ausfahrt Bad Windsheim. Aus Süd und Südost über A 9 oder A 3 und die A 73 / B 8 bis Langenzenn und weiter nach Bad Windsheim.
  • Navigation: Als Ziel „Bernhard-Bickert-Weg“ eingeben.
  • Parken: Kostenfreie Parkplätze für Pkw und Busse. Am Pavillon des Hauptparkplatzes kann man Elektroautos gegen Gebühr laden.
  • Mit der Bahn: Vom Bahnhof Bad Windsheim sind es etwa 15 Minuten zu Fuß. Die Züge fahren stündlich.
  • Mit dem Fahrrad: Im Museumsgelände ist Radfahren nicht erlaubt. Es gibt überdachte Abstellplätze, E-Bike-Ladestationen und Schließfächer.

Gelände, Hunde, Wohnmobil

  • Wege: Für Rollstuhlfahrer gibt es einen gut befahrbaren Rundweg von 1,5 Kilometern. An der Kasse werden Rollstühle verliehen. Bollerwagen kosten 3 Euro, dazu kommen 50 Euro Pfand.
  • Hunde: Sie dürfen mit ins Gelände, müssen aber wegen des frei laufenden Federviehs ständig an der kurzen Leine geführt werden.
  • Rauchen: Im Gelände und in den historischen Gebäuden verboten, erlaubt nur in den Biergärten.
  • Wohnmobil: Etwa 20 Wiesen-Stellplätze am Besucherparkplatz, 5 Euro pro Nacht plus Kurtaxe von 2,90 Euro pro Person (unter 16 Jahren frei), nur Barzahlung. Reservieren geht nicht, Strom gibt es nicht.

Kontakt

Fränkisches Freilandmuseum Bad Windsheim · Eisweiherweg 1 · 91438 Bad Windsheim · Telefon 09841 6680-0 · freilandmuseum.de

Am Eingang: Das Korbhaus aus Knittelsbach dient als Kassengebäude.

Häufige Fragen zum Freilandmuseum

Wie lange dauert ein Besuch im Freilandmuseum?

Das Gelände ist 45 Hektar groß und hat rund 130 Gebäude. Ein halber Tag reicht für einen ersten Eindruck, wer alle Baugruppen sehen will, plant besser einen ganzen Tag ein.

Was kostet der Eintritt?

Erwachsene zahlen 9 Euro, ermäßigt sind es 6 Euro, Kinder unter 6 Jahren haben freien Eintritt. Die Familienkarte für zwei Erwachsene und minderjährige Kinder kostet 21 Euro. Wer nur die Baugruppe Stadt mit dem Museum Kirche in Franken besucht, zahlt 4,50 Euro (Preise 2026).

Wann hat das Freilandmuseum geöffnet?

Die Hauptsaison 2026 läuft vom 14. März bis 24. Oktober, das Museum ist dann täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Vom 25. Oktober bis 13. Dezember gelten die kürzeren Zeiten der Nebensaison, ab 3. November ist montags geschlossen.

Gibt es kostenlose Parkplätze?

Ja, für Pkw und Busse stehen kostenfreie Parkplätze in ausreichender Zahl zur Verfügung. Im Navigationsgerät sollte man „Bernhard-Bickert-Weg“ eingeben.

Dürfen Hunde mit ins Freilandmuseum?

Ja, Hunde dürfen mit ins Gelände, müssen aber ständig an der kurzen Leine geführt werden. Beim Besuch des Museums Kirche in Franken und der Kräuter-Apotheke bleibt der Hund draußen angeleint. Assistenzhunde dürfen auch in die Gebäude.

Ist das Museum für Rollstuhlfahrer und Familien mit kleinen Kindern geeignet?

Für Rollstuhlfahrer gibt es einen gut befahrbaren Rundweg von 1,5 Kilometern, an der Kasse werden Rollstühle verliehen. Einen Plan mit Angaben zur Zugänglichkeit der Häuser und zur Beschaffenheit der Wege stellt das Museum zum Download bereit. Für Kinder gibt es einen Erlebnisplatz, Bollerwagen werden an der Kasse für 3 Euro verliehen (50 Euro Pfand).

Wo kann man im Freilandmuseum essen?

Es gibt vier Wirtshäuser mit Biergärten: Gasthaus Zum Hirschen, Wirtschaft am Kommunbrauhaus, Wirtshaus Zur Krone am Freilandmuseum und Sommerkeller Weinbergshof. Außerdem laden zwei große Wiesen am Erlebnisplatz zum Picknicken ein.

Kann man am Freilandmuseum mit dem Wohnmobil übernachten?

Ja, am Ende des Besucherparkplatzes gibt es etwa 20 Wiesen-Stellplätze für Wohnmobile. Sie kosten 5 Euro pro Nacht, dazu kommt die Kurtaxe von 2,90 Euro pro Person (unter 16 Jahren frei). Bezahlt wird vor Ort in bar. Eine Reservierung ist nicht möglich, Wohnwagen und Zelte sind nicht zugelassen.

Mehr aus dem Steigerwald

Quellen und Hinweis: Die Angaben beruhen auf den Informationen des Fränkischen Freilandmuseums (freilandmuseum.de, Stand 13. Oktober 2026), auf Mitteilungen des Evangelischen Pressedienstes (epd) und des Bayernportals. Alle Angaben ohne Gewähr, Änderungen sind möglich.

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